Katholische Pfarrei St. Marien Limbach-Oberfrohna

Lieder für die armen Kinder in Bangladesh

Sternsinger der Limbach-Oberfrohnaer katholischen Kirchgemeinde beteiligen sich wieder an Sammelaktion

Freie Presse online 07.01.2002

Als die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland verkleidet, waren die Sternsinger der Limbach-Oberfrohnaer katholischen Kirchgemeinde St. Marien in der Großen Kreisstadt unterwegs. Die 18 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis 13 Jahren sammelten bis Sonntag Abend bei etwa 50 Familien und in Einrichtungen in der Stadt für arme Kinder in der Dritten Welt.

Auf die Türen ihrer Gastgeber schrieben sie den Segensspruch 20-C+M+B-02 (Christus Mansionem Benedicat – Gott segne diese Wohnung). Die von dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend organisierte Spendenaktion steht diesmal unter dem Motto „Zhiyu zhi shou – Heilende Hände, damit Kinder heute leben können.“ Die elfjährige Valerie erklärt: „Dieses Jahr ist China das Schwerpunktland. Wir sammeln aber wieder für Kinder in Bangladesch. Dort kennen wir einen Arzt. Er und Gesundheitshelferinnen aus Bangladesch, zeigen dort den armen Leuten, dass sie das Trinkwasser aus Brunnen statt aus den Teichen nehmen sollen. Und sie zeigen ihnen auch, wie ordentliche Toiletten gebaut werden. Deshalb werden vor allem die Kinder nicht mehr so oft krank. Das Projekt ist so gut, dass es andere schon nachmachen.“ Und Klara (10) ergänzt: „Wir haben uns einen Film angeschaut. Er hat gezeigt, wie ein Mädchen in Bangladesch lebt. Da haben wir erfahren, dass es den Leuten dort viel schlechter geht als uns.“

Kurt war schon als Dreijähriger Sternsinger. Jetzt ist er zehn Jahre alt. Da weiß er auch über die Heiligen Drei Könige bestens Bescheid: „Sie heißen Balthasar, Caspar und Melchior. Sie kamen zu Fuß aus dem Morgenland. Dem Jesuskind in der Krippe brachten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe. Den Weg hat ihnen ein Stern gezeigt.“

„Die Leute, die wir besucht haben, waren sehr freundlich und großzügig. Wir haben auch immer ein paar Naschereien bekommen“, freut sich Frieda (13). Lydia (12) denkt gern an den Besuch bei einer älteren Frau zurück: „Als wir kamen, hatte sie gerade geschlafen. Über unsere Lieder und Gedichte hat sie sich sehr gefreut. Von ihr und ihren beiden Freundinnen haben wir eine ganz große Spende bekommen.“ Eine Woche lang auf Achse zu sein, war für die Kinder nicht einfach. Da waren sie abends immer ganz schön geschafft und müde. Spaß machte die Sache trotzdem. „Wir sind alle miteinander befreundet. Und wir konnten etwas für arme Kinder tun“, meint Klara.

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Quelle: Freie Presse online